Alt Blockflöten
Die Altblockflöte in F klingt tiefer als die Sopranblockflöte und übernimmt im Kammerensemble häufig die Mittelstimme. Der größere Korpus verändert sowohl die Fingerabstände als auch die benötigte Luftmenge, prüfe daher vor der Auswahl, ob du die unteren Löcher erreichen kannst. Wer von der Sopranblockflöte wechselt, muss eine neue Grundgriffweise lernen.
Die barocke Griffweise ist bei der Altblockflöte üblich
Im fortgeschrittenen Unterricht und in der Alten Musik wird meist das barocke System verwendet. Kaufe kein deutsches Modell nur deshalb, weil du es aus der Schule kennst; Lehrwerk und Ensemble können andere Griffe verlangen. Die gesamte Familie findest du bei den Blockflöten, während die Sopranblockflöte eine eigenständige höhere Stimme bleibt.
Kunststoff ist beim täglichen Üben weniger empfindlich
Eine Altblockflöte aus Kunststoff verträgt Feuchtigkeit zuverlässig und lässt sich einfach trocknen, weshalb sie beim ersten Umstieg auf ein größeres Instrument praktisch ist. Ein Holzmodell muss schrittweise eingespielt werden und benötigt Pausen sowie eine auf die Holzart abgestimmte Pflege. Prüfe bei beiden die Dichtheit der Verbindungen und eine gleichmäßige Intonation im tiefen Register.
Der rechte kleine Finger darf nicht verkrampfen
Die tiefen Töne erfordern ein präzises Abdecken der weiter entfernten Löcher. Wenn deine Hand sie nicht ohne Verdrehen des Handgelenks erreicht, hilft ein ergonomisches Modell oder eine Klappe. Zerlege das Instrument nach dem Spielen, entferne die Feuchtigkeit und lass Holz außerhalb des geschlossenen Etuis trocknen.
Wähle die Altblockflöte nach der Griffweise des Ensembles, der Reichweite deiner Hand und dem Pflegeaufwand aus, nicht nach der Farbe oder einer dekorativen Oberfläche.
