Elektrische Violinen
Elektrische Geigen nehmen die Schwingungen der Saiten mit einem piezoelektrischen oder anderen Tonabnehmer auf und leiten das Signal an Kopfhörer, Verstärker oder Beschallungsanlage weiter. Ohne Resonanzkörper sind sie akustisch leiser, aber nicht lautlos. Achte bei der Auswahl zuerst auf Spielbarkeit, Ausgangstyp und Stromversorgung; Effekte und Optik kommen erst danach.
Passiver oder aktiver Ausgang
Ein passiver Piezo-Tonabnehmer benötigt oft einen Vorverstärker mit geeigneter Eingangsimpedanz, damit der Ton nicht dünn klingt. Aktive Elektronik kann einen Kopfhörerausgang, Lautstärkeregelung oder Klangregelung bieten, benötigt jedoch eine Batterie oder muss aufgeladen werden. Prüfe den Anschluss, denn ein Line-Ausgang ist nicht automatisch ein Kopfhörerausgang.
Das Spielgefühl sollte natürlich bleiben
Mensur, Stegwölbung und Halsposition sollten die Spieltechnik einer akustischen Geige ermöglichen. Der Rahmenkorpus muss Kinn und Schulter Halt bieten. Prüfe die Kompatibilität mit der Schulterstütze, denn eine ungewöhnliche Form eignet sich nicht für jedes Modell.
Leises Üben erfordert eine vollständige Signalkette
Finde heraus, ob das Instrument Kopfhörer direkt betreiben kann oder einen separaten Vorverstärker benötigt. Beim Spielen zu Hause ist ein Eingang für Begleitmusik praktisch, auf der Bühne ein stabiler Ausgang und die Möglichkeit, das Signal schnell stummzuschalten. Führe das Kabel so, dass es nicht am Instrument zieht.
Achte auf der Bühne auf Rückkopplung und Monitoring
Ein elektrischer Korpus ist meist weniger rückkopplungsanfällig als eine akustische Geige mit Tonabnehmer, doch ein lauter Monitor beeinflusst das Spielen weiterhin. Stelle die Effekte bei Konzertlautstärke ein. Halte je nach Mischpulteingang eine Ersatzbatterie und eine DI-Box oder einen Vorverstärker bereit.
Prüfe Mensur und Schulterauflage und stelle dir anschließend eine kompatible Lösung aus Kopfhörern, Vorverstärkung oder Bühnenausgang zusammen.
