Mischpulte mit USB
Mischpulte mit USB können neben dem Mischen von Mikrofonen, Instrumenten und Zuspielern auch über USB mit einem Computer oder einem anderen Gerät zusammenarbeiten. Über USB schickst du die fertige Mischung an dein Aufnahmeprogramm, in eine Liveübertragung oder einen Videoanruf und hörst über dasselbe Kabel den Ton vom Computer ab. Hier findest du kleine analoge Pulte für Aufnahmen zu Hause, digitale Pulte für Bands und Podcast-Konsolen für Gespräche. Zu den Marken gehören Behringer, Midas, Allen & Heath, Yamaha, Mackie und Rode; aus dem gesamten Angebot der Kategorie Mischpulte sind hier nur Pulte mit USB vertreten.
Was macht USB am Mischpult eigentlich?
USB kann am Mischpult drei Aufgaben übernehmen, und bei der Auswahl lohnt es sich zu wissen, welche davon du brauchst. Die wichtigste Aufgabe übernimmt die direkt im Pult eingebaute Soundkarte: Der Computer erkennt das Pult als Audiogerät, nimmt dessen Signal auf und gibt den Ton vom Computer wieder über Lautsprecher oder Kopfhörer aus. Bei kleineren Pulten mit eingebautem Abspielgerät dient der USB-Anschluss dazu, Musik von einem USB-Speicherstick abzuspielen, etwa in der Pause einer Veranstaltung. Manche Podcast-Pulte und kleinen Mischpulte werden auch über USB-C mit Strom versorgt, sodass du kein separates Netzteil brauchst.
Stereomischung oder jeder Kanal auf einer eigenen Spur?
Kleinere analoge Mischpulte, etwa die Reihe Behringer Xenyx mit USB, übertragen ein Stereosignal an den Computer: den linken und rechten Kanal der fertigen Mischung. Für eine Liveübertragung, einen Probenmitschnitt oder einen Videoanruf reicht das aus. Die Lautstärke der einzelnen Instrumente stellst du allerdings vorher am Pult ein und kannst sie in der Aufnahme nicht mehr ändern.
Digitale Mischpulte wie Behringer X AIR XR18, Midas MR18 oder die Reihe Behringer Wing schicken jeden Eingang über USB auf eine eigene Spur. Gesang, Gitarre und Schlagzeug bearbeitest du anschließend einzeln im Programm, was bei Konzertaufnahmen oder der gleichzeitigen Aufnahme einer ganzen Band hilfreich ist. Die Pulte X AIR und MR18 haben keine physischen Schieberegler und werden über Wi-Fi vom Tablet oder Mobiltelefon aus bedient; das Allen & Heath CQ-18T hat einen eigenen berührungsempfindlichen Bildschirm.
Wie viele Kanäle und welche Eingänge brauchst du?
Die Kanalzahl im Namen des Pults umfasst auch Hochpegel- und Stereoeingänge. Ein Pult mit 12 Kanälen muss deshalb nicht 12 Mikrofoneingänge haben. Zähle die Klangquellen zusammen, die gleichzeitig spielen sollen: Ein Mikrofon schließt du über XLR an, eine Gitarre oder ein Tasteninstrument über 6,3-mm-Klinke, und eine Kombibuchse nimmt beide Steckertypen auf. Für Gesang mit Gitarre oder einen Podcast mit einem Gast reichen meist 4 bis 6 Kanäle, eine kleine Band im Proberaum braucht 12 bis 16. Kondensatormikrofone benötigen Phantomspeisung, die bei den meisten Pulten auf dieser Seite vorhanden ist.
Eine Podcast-Konsole wie Rode Caster Pro II ist ein für Sprache entwickeltes Mischpult: Sie hat Tasten für Erkennungsmelodien und Klangeffekte sowie einen berührungsempfindlichen Bildschirm, bindet einen Gesprächsgast am Telefon über Bluetooth ein und nimmt sowohl auf Speicherkarte als auch auf dem Computer auf. Für die Beschallung einer Band mit Schlagzeug und Verstärkern eignet sich dagegen ein klassisches Mischpult mit mehr Hochpegeleingängen und Ausgängen für Bühnenmonitore besser.
